Lebensenergie

Lebens- oder Vitalenergie, von den Hindus “Prana” und von der Jahrtausende alten tibetischen und der traditionellen chinesischen Medizin “Qi! (auch Shi) genannt, ist eine Energieform, die  vor allem aus der Sonne stammt und die Menschen, Tiere und Pflanzen zu ihrer Existenz benötigen.

Qi ist die Kraft oder Energie, die die Harmonie in jedem lebenden Organismus kontrolliert. Sie ist die Kraft, die den Lebensprozeß aktiviert und aufrecht erhält. Das hauptsächliche Speichermedium für Vitalenergie auf der Erde ist das Wasser. Mit der Luft, durch Regen, Schnee, Nebel und Wassserdampf, wird diese Energieform übertragen.

Vitalenergie besitzt gleichzeitig die Eigenschaften von Elektrizität und Flüssigkeit, deswegen wurde sie früher auch als feinstoffliches Fluidum bezeichnet. Irdisches Leben zeichnet sich durch eine Zirkulation der Vitalenergie aus, wobei sie innerhalb des Körpers die Vermittlerin zwischen der emotionalen und der materiellen Ebene des Seins darstellt. Somit ist sie auch eine wesentliche Trägerin des morphogenetischen Feldes nach Rupert Sheldrake.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften kann die Vitalenergie von der konventionellen Medizin und Naturwissenschaft im lebenden Körper bisher noch nicht ausreichend genau gemessen und erforscht werden. Gleichwohl lässt sich die Existenz dieser Energie natürlich leicht anhand ihrer Erscheinungsformen nachweisen.

So ist z.B. Schmerz nach Dr. Voll, dem Begründer der Elektroakupunktur nach Voll, immer ein Zeichen eines blockierten Flusses von Vitalenergie. Sie ist eine sehr flüchtige Energie. Ihre Aufnahme aus der Umgebung und ihre Zirkulation im menschlichen Körper erfolgt meist unwillkürlich. Sie kann jedoch innerhalb und außerhalb des Körpers auch willentlich gesteuert werden. Hierauf beruhen die geistig-energetischen Heilweisen, mit denen u.a. die Vitalenergie bei den Patienten in ihrer Menge und ihrem Fluss reguliert werden kann.

 

Andererseits beruhen auf der willentlichen Steuerung der Energie auch die alten asiatischen Kampftechniken, die meist der waffenlosen Selbstverteidigung dienen.

Hierbei wird Vitalenergie zunächst in bestimmten Körperregionen des eigenen Körpers angestaut. Dies hat zur Folge, dass die entsprechenden Körperteile (z.B. Hände und Fuße) sehr wtark werden und unempfindlich gegen Schmerz. Gleichzeitig mit dem Gegenangriff wird der Angreifer mit Hilfe dieser Techniken stark geschwächt, indem seine Vitalenergie förmlich abgesaugt und in das eigene Energiesystem integriert wird. Die meisten waffenlosen asiatischen Kampfsportarten stehen sich daher philosophisch als Methode des Gleichgewichtes und der Harmonisierung.

Grundsätzlich ist jeder Streit und jeder Krieg letztlich nichts anderes als der Kampf um Vitalenergie.

 

Vitalenergie wird von Menschen und Tieren aus der Umgebung durch Lebensvorgänge, wie Trinken, Ernährung oder Atmung, aufgenommen. Sie wird durch bestimmte Organe in verwertbare Form umgewandelt und durch andere Organe im Körper gespeichert und vertreitet. Die Milz und das ihr zugeordnete Energiezentrum (Milzchakra) sind ein wichtiges Verteilzentrum für die Vitalenergie im Körper. Aus diesem Grund wird die Milz in der traditionellen chinesischen Medizin auch die “Mutter der Säfte” genannt.

Auch Pflanzen absorbieren Vitalenergie, sie verbrauchen jedoch nur einen geringen Teil für sich selbst. Nachdem Bäume die Vitalenergie aufgenommen und verarbeitet haben, stoßen sie genau jene Bestandteile dieser Energie aus, die die Zellen des physischen menschlichen und tierischen Körpers benötigen.

Pflanzen übertragen einen großen Teil an Vitalenergie über ihre Wurzeln an das Wasser, über welches sie sich weit im Erdreich verteilt. Dadurch geben gesunde Pflanzen nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Energiespender den Menschen und Tieren Gesundheit und Kraft.

Da Wasser also ein wichtiger Überträger von Vitalenergie ist, hat die Versorgung mit einem sauberen, unverfälschten Wasser eine große Bedeutung für die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen.

Werden alte Bäume gefällt, wird Pflanzen ihr Lebensraum genommen oder werden ihre Eigenschaften durch gentechnische Maßnahmen verändert, können sie durch Luftverschmutzung, chemische Einflüsse und Umweltzerstörung selber krank werden, und der Mensch beraubt sich wichtiger Quellen von Vitalenergie und damit der Möglichkeiten der Selbstheilung seines Körpers.

Als Folge wird er immer abhängiger von der Apparatemedizin, die ihm zwar vielleicht künstlich das Leben verlängern kann, ihne jedoch nicht wirklich zu heilen vermag.